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Sturmtief hält Feuerwehr der Stadt Bad Münstereifel in Atem PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Andreas Haag   
Dienstag, 02. März 2010 um 14:21 Uhr

 

Eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes verwirklichte sich am Sonntag, den 28.02.2010. Das Sturmtief Xynthia schlug zu und entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab und ließ Schilder umfallen.

 

Schnell liefen die ersten Notrufe bei der Kreisleitstelle in Euskirchen auf. Den ersten Einsatz im Löschzug 4 der Stadt Bad Münstereifel erhielt die Löschgruppe Mahlberg ca. 12.30 Uhr. Mittels Funkmeldeempfänger wurde die Wehrleute zur Beseitigung eines Baumes zur K50 Richtung Reckerscheid gerufen. Danach ging es Schlag auf Schlag. Die Löschgruppen Mutscheid, Rupperath und Schönau wurde ebenso zu diversen Einsatzstellen gerufen, so dass gegen 14.30 Uhr der komplette Löschzug 4 ( Löschgruppen Mahlberg, Mutscheid, Rupperath und Schönau ) im Einsatz war.

 

Nachdem immer mehr Einsatzstellen gemeldet wurden, errichtete die Zugführung des Löschzuges 4 unter der Leitung des Zugführers Manfred Manheller am Gerätehaus Esch mit Unterstützung des Einsatzleitwagens eine Einsatzkoodinierungsstelle für die Einsätz im Höhengebiet. Der Einsatzleitwagen war mit insgesamt 5 Feuerwehrkräften besetzt, die alle Hände voll zu tun hatten, den bereits laufenden Einsatzbetrieb in geordnete Bahnen zu lenken. Die Leitstelle Euskirchen leitete die Einsatzmeldungen an die Wache Bad Münstereifel und den dort arbeitenden Krisenstab unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Karl Brühl weiter, die diese dann an die jeweiligen Züge ( insgesamt 4 im Stadtgebiet ) weiterleitete.

 

Es mussten die noch als offen gemeldete Einsatzstellen mit den bereits abgearbeiteten Einsatzstellen abgeglichen werden und dann die 4 Löschguppen zur jeweiligen Einsatzstelle dirigiert werden.Die bewährte Führungscrew - bestehend aus Zugführung und den Löschgruppenführer der Löschgruppen unseres Löschzuges - funktionierte bestens, so dass zügig die etwa 30 Einsätze abgearbeitet werden konnten.

 

Bestimmte Straßenabschnitte, die man versucht hatte freizuhalten, wie z.B. das Bliestal zw. Mahlberg und Effelsberg oder die Kreisstrasse 50 ( K50 ) zwischen Odesheim und Hummerzheim mussten wegen zu großer Gefährdung für die Einsatzkräfte schweren Herzens gesperrt werden.

 

Zur allgemeinen Verwunderung wurde teilweise die Absperrung missachtet. So lief plötzlich der Notruf auf, dass mehrere PKW durch Bäume auf den bereits gesperrten Strassen durch umgestürzte Bäume zugefallen wären und nun nicht mehr aus dem Gefahrenbereich herauskämen.

 

So mussten dann Löschgruppen ausrücken und unter großer Lebensgefahr für die eigenen Kräfte den Eingeschlossenen zur Hilfe eilen.

 

Spektaktulär war auch der Einsatz der Löschgruppe Schönau: Dort war ein Baum auf eine am Wohnhaus stehende Scheune gestürzt. Aufgrund der Windstärke war die Feuerwehr machtlos: Der Einsatz der Drehleiter ist bei solchen Windstärken ein unkalkulierbares Risiko für Mannschaft und Gerät. Einzige mögliche Einsatzmaßnahme war die Absperrung des Bereiches.

 

Spät am Abend ließ der Sturm nach und die Feuerwehren konnten die Gerätehäuser anfahren, blieben jedoch noch für die verzögerten Einsätze in Bereitstellung. Am längsten waren hier die Löschgruppen Mutscheid und Schönau im Einsatz.

 

Nach Einsatzschluss hieß es dann, die Fahrzeuge, Einsatzkleidung und benötigten Geräte wieder einsatzbereit zu machen. Danach ging es müde und geschafft nach hause. Am Montag war für die Feuerwehrmänner ein ganz normaler Arbeitstag.

 

An dieser Stelle vielen Dank der Besatzung des Einsatzleitwagens für die gute Zusammenarbeit, der Löschgruppe Mutscheid für die Bockwürste und den vielen Tassen Kaffee, sowie allen Einsatzkräften, die sehr zügig und professionell gemeinsam diese Unwetterlage gemeistert haben.

 

Autor: Andreas Haag / stv. Zugführer LZ4

 

Presseberich Kölner- Stadtanzeiger 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 02. März 2010 um 23:54 Uhr